Die häufigsten Fragen

An dieser Stelle beantworten wir die am häufigsten an uns gestellten Fragen. Sollten Sie noch weitere Fragen haben, schreiben Sie uns bitte an die untenstehende E-Mail-Adresse, wir werden Ihnen umgehend und gerne antworten:

faq@miraplast.at

Wie sicher ist Ihr Österreich-Standort?

Er ist sicher! Wir tragen als größter Arbeitgeber der Gemeinde eine sehr hohe soziale Verantwortung, deren wir uns bewusst sind. Unser Ansatz ist es, durch eine solide Aufstellung in mehreren Geschäftsfeldern die notwendige Standortsicherheit zu schaffen. Dazu trägt insbesondere die klare Trennung der Geschäftsfelder MiraHome und MiraTech bei, die unabhängig voneinander entwickelt werden.

Warum produzieren Sie nicht ausschließlich in Österreich, sondern auch in Ungarn?

Der ungarische Standort ist 1995 als 100 %ige Tochter mit all unserem Know-how gegründet worden. Wie viele andere österreichische Unternehmen sind wir dem Ruf unserer Kunden gefolgt, und haben mit und für sie diese Märkte entwickelt. Die notwendigen logistischen Voraussetzungen, den osteuropäischen Markt bestens zu bedienen, war auch der Grund, Artikelproduktionen zu verlagern.

Warum propagieren Sie die österreichische Qualität, wenn Sie auch in Ungarn produzieren?

Das Unternehmen ist unter österreichischer Führung, die Maschinen und das Know-how aus Österreich, somit können wir guten Gewissens behaupten, auch in diesem Werk die hohe österreichische Qualität zu erreichen. In jedem Fall wird am Standort Ungarn nach den gleichen strengen Qualitätskriterien produziert.

Welche Qualitätsstandards haben Sie?

Wir sind seit fast 20 Jahren nach ISO 9001:2008 zertifiziert. In dieser Systematik bilden wir alle Prozesse ab. Darüber hinaus haben wir Teile der VDA für unsere Automobilkunden eingeführt. Seit kurzem haben wir auch die ISO 50001 zum Thema Energieeffizienz in unser Qualitätswesen eingebunden.
Durch eine nachhaltige Geschäftspolitik haben wir uns auch als Leitbetrieb Austria qualifiziert.

Wie sieht es mit der Lehrlingsausbildung aus?

Wir bilden 2 Berufsbilder am Standort in Österreich aus. WerkzeugbautechnikerIn und KunststofftechnikerIn. Üblicherweise sind 3 bis 4 Lehrlinge bei uns in Ausbildung. Unser Engagement geht aber auch über die klassische Lehrlingsausbildung hinaus. So betreuen wir seit einigen Jahren auch Diplom- und Ingenieurarbeiten von Studenten an berufsbildenden höheren Schulen und Universitäten, und stehen für Vorträge und Vorlesungen in der Lehre zur Verfügung.

Warum verwenden Sie keinen Bio-Kunststoff aus nachwachsenden Rohstoffen?

Wir verstehen unsere Produkte nicht als Abfallquelle. Bei pfleglicher Behandlung können unsere Produkte über viele Jahre eingesetzt werden. Sollten Sie doch einmal defekt werden, können sie im gelben Sack entsorgt werden – das kann der Konsument tun, um Müllberge schrumpfen zu lassen, da wir dann im Wertstoffrecycling sind. Das Thema Biokunststoffe sehen wir noch heikel.

Zum einen muss die Energiebilanz eines Bio-Kunststoffes nicht besser sein als die eines herkömmlichen Materials. Außerdem werden diese Kunststoffe auch noch aus Lebensmittelquellen (zB Mais) erzeugt, und weisen keine hohe Haltbarkeit auf.

Weiters sind die notwendigen Materialeigenschaften für eine breitere Anwendung noch gar nicht gegeben. Ein Ersatz von herkömmlichen Kunststoffen ist also nur sehr eingeschränkt, wenn überhaupt möglich. Unsere Produkte sind hingegen über Jahrezehnte verwendbar und sparen als Vorratsbehälter so eine Menge an Verpackungsmüll.

Zu guter Letzt sind die Preise von Bio-Kunststoffe noch weit über denen der herkömmlichen Kunststoffe und, durchgeführten Marktforschungen zufolge, ist der Kunde noch nicht bereit, diesen Mehrpreis zu bezahlen.

Bei den herkömmlichen Kunststoffen sprechen wir von einem Anteil von ca. 8% am gesamten Rohölverbrauch. Hier sollten also eher Heizung sowie Verkehr im Vordergrund der Betrachtung stehen.

Denken Sie daran, Produkte aus Bio-Kunststoff auf den Markt zu bringen? Wenn ja, wann? Wenn nein, warum nicht?

Wir sind seit mehreren Jahren an der serienreifen Entwicklung solcher Rohstoffe beteiligt, und haben dafür im Rahmen eines Clusterprojektes, zusammen mit Partnerbetrieben, eine Auszeichnung bekommen. Wir produzieren auch bereits für Kunden kleinere Serien.

Grundsätzlich krankt es noch an den fehlenden Materialeigenschaften und der gleichbleibenden Qualität. Für viele langlebige Konsumgüter ist der Einsatz noch nicht sinnvoll. Die Forschung ist bis hin zum geordneten Recyclen einfach noch nicht soweit. Solange man als Konsument nicht ausreichend Informationen hat, wie und wo man Biokunststoff verwerten kann, ist unserer Ansicht die Zeit noch nicht reif.

Ob es bei langlebigen Konsumgütern jemals sinnvoll ist, diese Materialen einzusetzen, werden wir erst in den nächsten Jahren erfahren.

Welche Umweltverbesserungsmaßnahmen haben Sie in Ihren Betrieben zuletzt umgesetzt? Was ist diesbezüglich in Zukunft geplant?

Wir konzentrieren uns auf Maßnahmen zur Einsparung von Material wenn neue Produkte entwickelt werden, sowie auf Maßnahmen zur Energieeffizienz in der Produktion. So wurden kürzlich einige neue Anlagen in Betrieb genommen, deren Energieverbrauch um bis zu 30% geringer ist. Bei der Energieversorgung bauen wir auf die langjährige Partnerschaft mit der EVN. Hier setzen wir auf 100% erneuerbare Energieträger.

Wie kontrollieren Sie Ihre Lieferanten und Kunden in Bezug auf deren Nachhaltigkeitsprofil?

Viele unserer Kunden und Lieferanten haben ihr eigenes Profil in Bezug auf Nachhaltigkeit entwickelt. Wir begrüßen das sehr, haben aber inhaltlich keinen Einfluss darauf. Wir können lediglich bei der Auswahl unserer Partner darauf Bedacht nehmen.

Wie umweltfreundlich ist Ihre Logistik (Benutzung der Bahn, Einsatz von Mehrwegsystemen für den Transport etc.)?

In der Tat benützen wir auch die Bahn als Transportmittel. Mit MiraTech-Kunden gibt es auch Vereinbarungen zur Verwendung von Umlaufverpackungen anstatt Einwegkartons. Grundsätzlich ist die Idee, so viel wie möglich aus dem nächsten Umfeld zu kaufen, angefangen bei den Rohstoffen bis zu den Maschinen.

Miraplast hält mit dem Zentrallager in Österreich die Transportwege so kurz wie möglich! Zum Unterschied anderer Unternehmen der Branche, wird ausschließlich in unseren beiden Werken, welche in unmittelbarer Nähe zueinander sind, produziert und somit Kreuz- und Querfahrten durch halb Europa vermieden.

Was passiert mit Ihren Produktionsabfällen?

Der überwiegende Teil der Produktionsabfälle wird recycelt und für andere Produkte wieder verwendet. Verschmutzte Teile müssen entsorgt werden.

Woher kommen die Rohstoffe, die Sie verarbeiten?

Der überwiegende Teil der Rohstoffe ist Polypropylen, und kommt aus den umliegenden Anlagen in Österreich, Deutschland, Ungarn und der Slowakei. Technische Kunststoffe werden üblicherweise vom Kunden vorgegeben, diese werden mitunter an mehreren Standorten weltweit produziert.

Wenn Sie die Österreich-Herkunft schon so stark betonen: Warum verwenden Sie nicht nur österreichische Rohstoffe?

Nur österreichische Rohstoffe zu verwenden ist gar nicht möglich, da die notwendigen Typen gar nicht alle in Österreich erzeugt werden. Konsequent weitergedacht, sind die Vorprodukte von Kunststoffen und das Rohöl auch nicht aus österreichischer Erzeugung.

Bei Mineralwasser in Pet-Flaschen schmeckt man im Inhalt den Kunststoff heraus. Wie stellen Sie sicher, dass man Ihre Produkte nicht „schmeckt“, sondern dass sie geschmacksneutral sind?

Grundsätzlich haben so gut wie alle Materialien bis auf Glas einen Eigengeschmack. Im Falle von Kunststoff ist ein eventueller Eigengeschmack eine Kombination aus der Materialrezeptur und der Verarbeitung.

Ersteres ist ein Thema für den Rohstofflieferanten, der uns eine einwandfreie lebensmittelrechliche Zulassung nach den gültigen EU-Normen nachweisen muss.

Zweiteres liegt in unserer Verantwortung. Auch hier erfolgt die Prüfung und Herstellung nach den gleichen EU-Normen und selbstverständlich achten wir im gesamten Prozess auf die Einhaltung unserer eigenen höchsten Qualitätsstandards. Grundsätzlich empfehlen wir den Kunden, die alle Produkte vor dem ersten Gebrauch gründlich zu waschen.

Welche Kunststoffarten verwenden Sie?

PS, SAN, PP, PE, PA, PBT

Verwenden Sie auch PVC? Wenn ja, warum? PVC steht ja vielfach in der Kritik und ist bisweilen verboten?

Seine ganz speziellen Eigenschaften machen PVC bislang in vielen Anwendungen unersetzbar. Ein undifferenziertes Verbot ist nicht sinnvoll, und würde viele Produkte in Frage stellen. Jedenfalls verwenden wir für unsere Produkte, die mit Lebensmittel in Kontakt kommen ausnahmslos kein PVC.

Welche Umweltbelastungen sind mit Ihren beiden Werken verbunden?

Wir betreiben eine Heizung mit Öl bzw. Gas. Ein überwiegender Teil der Heizung wird durch die Rückgewinnung von Prozessabwärme abgedeckt. Der Großteil der Kunststoffabfälle wird im Haus recycelt, und - wenn vom Kunden erlaubt - wieder eingesetzt.

Produzieren Sie nicht auch in Ungarn, weil dort die gesetzlichen Umweltauflagen weniger streng sind als in Österreich?

Nein, Ungarn ist mit seinen Auflagen im Bereich Umwelt, Arbeit und Sicherheit mit Österreich vergleichbar.

Was tun Sie für Ihre MitarbeiterInnen, das über das gesetzliche Mindestmaß hinausgeht?

Wir haben uns in den letzten Jahren intensiv mit dem Thema „productive aging“ beschäftigt, und Maßnahmen in diesem Bereich gesetzt. Das ging von fachlicher Weiterqualifikation für ältere Mitarbeiter über Raucherentwöhnung bis zu Rückenfit.

Wie hoch ist der Anteil von Frauen/Teilzeitkräften/behinderten Menschen in Ihrem Unternehmen?

Fast die Hälfte unserer Belegschaft sind Frauen. Viele davon sind als Teilzeitkräfte bei uns tätig. Auch 3 Personen mit Behinderung arbeiten in unserem Unternehmen.

Sie exportieren Ihre Waren auch. Zählen dazu auch politisch bedenkliche Länder?

Nein.

 
 
 
 
SGE Grosz StadtausstellungsGmbH